Discussion in 'MidiLogger' started by Christoph, Sep 21, 2006.

  1. Christoph

    Christoph New Member

    Ich konnte im Urlaub ein wenig mit dem Midilogger spielen.
    Diesen habe ich in meinen EC2 eingebaut und zusammen mit dem Conrad-GPS fliegen lassen.

    Die Auswertung der Daten habe ich händisch mit Excel gemacht, da ich so auch die GPS-Daten mit berücksichtigen konnte.

    Dabei ist mir aufgefallen, dass es zwischen den Höhenangaben des Drucksensors und den GPS-Höhenangaben deutliche Unterschiede gibt. Leider nicht immer nur in eine Richtung, sondern in Plus- und Minusrichtung.
    :dontknow:

    Ich hänge mal eine Excelgrafik mit als Bild an. Zusätzlich kann ich noch die Exceldatei und die MDL-Logdatei mit anhängen.
    Bitte nicht über den Peak bei 12:46:40 wunder, da habe ich nach einer Zwischenlandung die Kabinenhaube des EC2 geöffnet und nach dem MDL geschaut. Dabei muss es zu direkter Sonneneinstrahlung auf den Drucksensor gekommen sein.

    Zur Erklärung muss ich erwähnen, dass ich mit einer modifizierten Firmware den MDL betreibe. Geändert ist unter anderem die NMEA-Auswertung, die Berechnung der Flughöhe (Starthöhe wird als Höhe „null“ genommen) und der Trigger für die Messwertaufzeichnung (erfolgt immer nach GPS-Datenempfang auf Com2).
    Wenn Interesse an der FW besteht, kann ich die gerne veröffentlichen.

    Attached Files:

  2. wurpfel

    wurpfel New Member

    GPS misst alle sekunde einen wert, die höhe ist relativ zu den empfangenen satellitenbahnen und der referenzuhr. da alle diese komponenten fehler haben ist die höhe nicht genau... :{ fehler um +/- 100m können schon sein... je nach kurs und geschwindigkeit: je schneller der flieger gesto genauer.

    ne druckdose wird sehr viel häufiger abgefragt und kennt bei "guter" statischer druckabnahme eigentlich nur einen messfehler: die temperatur. dagegen kann einfach was unternommen werden ;)
    sie ist bedeutend genauer! +/- 10cm mit der MPX4100dose geht.


    die genauigkeit kann mit durchnittsbildung oder statistischen methoden (überlagerung mit karman-rauschen, wahrscheinlichkeitsrechnung..) deutlich gesteigert werden. beim GPS benötigt man eine höhere abtastrate, bei 4werten pro sek kann schon eine recht gute übereinstimmung mit der barodose erreicht werden.
  3. Dominik

    Dominik Administrator Staff Member

    @Christoph:
    Die Firmware ist sicher auch für andere interessant. Und ganz nebenbei ist es ja auch beim MidiLogger in der Lizenz festgelegt, dass man neue Software / Hardware mit anderen teilen soll (ich schreibe mal nicht muss ... ;) ).
    Also wenn du mir Quellen, compilierte Version und ne Infodatei zuschicken kannst, dann lege ich es in den Downloadbereich. :grin:
  4. Christoph

    Christoph New Member

    @Wurpfel
    Das GPS habe ich auf 1,33 Hz konfiguriert, also alle 750ms ein Telegramm. Viel schneller ist im Moment der MDL nicht und verpasst sonst Messwerte.
    D.h. die Messwerte passen genau zu den GPS-Werten.

    Was mich Wundert, ist die Abweichung des Drucksensors vom GPS-Wert. Bei niedriger Höhe ist der MDL-Wert kleiner als das GPS, bei größerer Höhe mißt der Drucksensor eine größere Höhe.
    Dieses ist auch wie in der Grafik sichtbar über die 4 Steigflüge reproduzierbar.

    Vieleicht lag das an der dänischen Luft? :dontknow:

    @Dominik
    Ich werde die Dateien zusammenstellen und dir dann per Mail zukommen lassen. Ich muß nur die letzte Änderung noch austesten, diese sollte die Aufzeichnungsgeschwindigkeit erhöhen.

    Gruß
  5. Prof. Dr. YoMan

    Prof. Dr. YoMan New Member

    Die GPS Höhenauflösung ist um ein vielfaches (5++) schlechter als die Auflösung für die Position.
  6. wurpfel

    wurpfel New Member

    Hi Christoph

    wer misst misst mist.. absolutmessungen sind eine verzwickte sache ;)

    vorsichtige leute würden zu deinen messwerten etwa folgendes sagen ;)
    von x bis Y betrug die höhe ZZ mit einer messunsicherheit von Z.
    oder
    der erwartungswert für die höhe deines modell im zeitraum X bis Y ist ZZ mit der varianz Z.




    die barodose liefert nur in standardathmosphäre korrekte werte, temperatur und aktueller luftdruck müsste man korrigieren..
    die luftfeuchte hat auch noch einen kleinen einfluss.

    "nullt" man vor dem start das messystem kann man nach der landung einen kleinen offset ablesen. weil wärend des fluges die athmosphäre keine änderungen durchläuft bleibt nur der temperatureinfluss und doseninternefehler wie spannungsversorgung/-referenz/AD-fehler usw.
    fast alle parameter können preisgünstig unter kontrolle gebracht werden, ne baromessung als differenzmessung ist recht genau!


    die GPSsatelliten bewegen sich nicht auf ganz kreisförmigen bahnen mit einer konstanten geschwindigkeit. die referenzuhr geht vor/nach..
    weil das GPS-signal sehr schwach ist nimmt die genauigkeit mit zunehmender höhe zu weil mehr tieferstehende (genauere) horizontnahe satelliten empfangen werden können.

    GPS hat gegenüber einer barodose etwa die 10mal grösser höhenabweichung.
    mit einigen HF+mathtricks könnte man die position bis auf wenige mm messunsicherheit bestimmen. das kostet aber ein mehrfaches der barodose inkl. beigemüse ;)
  7. Christoph

    Christoph New Member

    Aus den Antworten schließe ich, dass die "Messergebnisse" stimmen könnten.

    Mir geht es nicht um die absolute Messgenauigkeit, ob ich nun 211 m oder 227 m hoch gewesen bin ist ziemlich egal.

    Ich hatte mich nur über die Plus- und Minusabweichung gewundert.

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