Discussion in 'Opencharge' started by gerner, May 29, 2007.

  1. gerner

    gerner New Member

    Hallo Leute,
    auch ich habe mich an den Bau eines Opencharge gewagt. :)

    Nun habe ich mit meiner Speicherspule aber ein echt heißes Problem:
    Solange ich mit Ladeströmen unter 2A getestet hatte war, was die Erwärmung aller Komponenten betrift alles noch in Ordnung.

    Bei höheren Ladeströmen fing jedoch meine Speicherspule an sehr heiß zu werden. Ist das normal? Ich denke nicht.

    Abweichend von den Angaben im Forum, habe ich die Spule nicht mit 4 mal 1,1 mm sondern mit 8 mal 0,8 mm gewickelt (9 Windungen). Auch den Luftspalt habe ich eingehalten.

    Nebenbei habe ich noch einen fatalen Konstruktionsfehler in die Spule eingebaut, welcher letztendlich zur Zerstörung der Spule führte. Ich habs ganz gut gemeint, und die kompltette Spule vergossen. Durch die starke Erwärmung hat sich das Harz ausgedehnt und den Kern gesprengt. Plötztlich hatte ich ca 0,5 mm mehr an Luftspalt!

    Kann mir jemand sagen wie heiß die Spule werden darf?

    Ach ja, der Spulenwiederstand betrug 0,0028 Ohm.
    Damit währen die Ohmschen Verluste gerade mal 1,2 Watt. bei einer Last von 20A! Da sich die ganze Spule in 5 Minuten auf mehr als 70 Grad aufheizte, würde ich sagen da wurden mehr als 10 Watt verbraten.

    Und noch etwas seltsames fiel mir auf: Bei einem Spulenstrom von ca. 5-8A war die Aufheizung am stärksten, mit höhern Strömen (20A) war die Aufheizung der Spule wieder westlich schwächer. (gut Handwarm, dafür wurden die FETs jetzt richtig heiß)

    Da der Spulenwiderstand in etwa mit dem spezifischen Wiederstand von Kupfer übereinstimmt (siehe: http://home.arcor.de/tubemaster/kupferdraht.html)
    hätte ich einen Windungsschluß mal ausgeschlossen.

    Hat jemand des Rätsels Lösung[​IMG]

    Ach ja, noch was, der TL494 läuft bei mir mit 57Khz.

    Da mir mein Spulenkern beim Zerlegen ziemlich zerbröselt ist (noch ein Nachteil von voll vergossenen Spulen) muß ich nochmal ein Paar kaufen. Aber Conrad ist ja so lieb und liefert die Dinger doppelt, [​IMG] zuerstmal als Scherben und dann nochmal kostenlos als ganze Spulenkörper!

    Ein etwas ratloser Opencharge-Neuling

    Hans
  2. wkrug

    wkrug New Member

    Hast Du denn auch einen Spulenkern aus dem passenden Kernmaterial besorgt ?
    Es wäre möglich , das die Spule in die magnetische Sättigung geht, dann bremst den Strom nur noch der ohmsche Widerstand des Drahtes und die Spule, sowie die Steuer Fet's werden ziemlich heiß.

    Ich sag das hier mal nur allgemein, das Opencharge und den Wandler hab ich noch nicht so genau unter die Lupe genommen.
  3. gerner

    gerner New Member

    Hallo wkrug,
    ja, ich habe den empfohlenen Kern benutzt. ETD49 von Epcos, ich glaube so heißt das Ding.

    Schöne Grüße

    Hans
  4. eandi

    eandi New Member

    Hallo Hans,

    kann es sein, daß Du zwei Kernhälften mit Luftspalt verwendet hast.
    Diese Spulen werden aus zwei Kernhälften zusammengesetzt, wobei eine Hälfte ohne Luftspalt (g = 0) und die zweite Hälfte mit Luftspalt (hier g = 0,5mm) sein muß. Wenn Du versehentlich zwei Hälften mit Luftspalt verwendet hast, der Spalt also doppelt so groß als gefordert ist dann ist die Induktivität Deiner Spule viel zu niedrig.
    Ebenso könnte es sein, daß Du zwei Hälften ohne Luftspalt zusammengesetzt hast, dann geht der Kern mit Sicherheit in die Sättigung, wie wkrug ja schon geschrieben hat. Aber Du sagst ja Du hast einen Luftspalt. Sicher?
    Kommst Du an ein Induktivitäts-Messgerät ran? Wenn ja, unbedingt messen.

    Gruß,
    Andreas
  5. Space

    Space New Member

    Ein Problem mit einer zu warmen Spule hatte ich noch nicht. Bei hoher Last habe ich noch nie mehr als "etwas mehr als Handwarm" beobachten können. Meine Theorie geht in Richtung Wärmestau, durch den vielleich zu massiven Verguss der Spule oder eben einen Schluss gegen den Spulenkörper. Ist aber alles spekulativ...:dontknow:

    Ich weiss das du nicht "unbeleckt" bist. Ermittel doch mal den Wirkungsgrad des Laders beim Laden ermitteln?



    @Andreas
    Es werden 2 Spulenkerne mit jeweils 0,5mm Luftspalt verwendet. Um aber auf den Sollwert von 2mm Luftspalt zu kommen, werden die Kerne an den Schenkeln mit 0,5mm Abstand verklebt. Auszuga aus dem Howto Spule:
    Code:
    [LEFT][FONT=ArialMT]Der Spalt des Spulenkernes soll 2mm Luftspalt betragen. Fertige Spulenkörper mit dem[/FONT]
    [FONT=ArialMT]Maß sind schwer zu bekommen. Dies ist aber kein Problem, es zählt bei dem[/FONT]
    [FONT=ArialMT]Spulenkern die gesamte Luftspaltegröße. 2 Kernhälften mit 0,5mm Luftspalt ergeben 1[/FONT]
    [FONT=ArialMT]mm Spalt. Es muss also beim Verkleben der beiden Hälften ein Spalt von 0,5mm jeweils[/FONT]
    [FONT=ArialMT]an den äußeren Schenkeln entstehen. Dies kann durch Zwischenlegen von 0,5mm[/FONT][/LEFT]
    [FONT=ArialMT]Sperrholz oder anderen geeigneten klebefähigen Materialien erreicht werden.[/FONT]
    
  6. eandi

    eandi New Member

    Hallo Space,

    ich muß zu meiner Schande gestehen, daß ich nicht extra nachgelesen habe (es musste schnell gehen).:( Aber Du hast es ja jetzt klargestellt.
    Aber verrate mir, wie siehts denn mit der EMV aus bei dieser Konstruktion. Kannst Du nebenbei überhaupt noch Radio hören?
    Das soll kein Geläster sein, ich will es wirklich wissen.

    Gruß,
    Andreas
  7. gerner

    gerner New Member

    Speicherspule

    Hallo Leute,
    ich habe möglicherweise den Grund für die "heiße Spule" gefunden.

    Wie ich erwähnt habe, wickelte ich nicht 1x4 Drähte sondern 2x4 Drähte. D.h. ich wollte es mal wieder ganz schön machen (sah auch garnicht schlecht aus) und wickelte das ganze in 2 Lagen. Logischerweise sind damit nicht alle 8 Drähte gleich lang. Die inneren 4 Drähte waren ca 4cm kürzer. Damit könnte es sein dass die äussere Lage eine höhere Spannung indiziert als die innere Lage. Da aber alles beim verlöten kurzgeschlossen wird vermute ich daß genau hier die Ursache liegt. Also doch so eine Art Wicklungsschluß.
    Andererseits habe ich mal gelernt, dass es bei Transformatoren (betrachte ich mal die innere Wicklung als Primärwicklung und die Äussere als Sekundärwicklung) vor allem auf die Anzahl der Windungen, und nicht auf die Länge der verwendeten Leitung ankommt...was meiner Vermutung doch sehr wiederspricht.

    @Space
    Es war tatsächlich so, daß der Wirkungsgrad mit zunehmender Belastung besser wurde.

    @Andreas
    Es waren zwei Hälften mit Luftspalt 0mm. Um die 2mm zu bekommen habe ich einfach an den drei Kontaktpunkten jeweils einen 1mm Streifen Sperrholz untergelegt.
    Eine Messung der Induktivität erübrigt sich inzwischen, da ich das Ding beim zerlegen zerstört habe.


    ...ich werde heute Version 2 der Speicherspule testen und berichten.


    Schöne Grüße
    Hans
  8. gerner

    gerner New Member

    Fehler gefunden

    Hallo Leute,
    die neue Speicherspule wird nun nicht mehr heiß.
    So wie es aussieht lag der Fehler in der optisch schönen zweilagigen Wicklung.
    Die neue Wicklung besteht ebenfalls aus 8x0,8mm Kupfer.
    jedoch habe ich die Drähte leicht verdrillt und dann erst um den Kern gewickelt. Die Erwärmung bleibt jetzt im erwarteten Rahmen.

    Zwischenzeitlich habe ich mich auch mal mit einem Schaltnetzteilguru unterhalten, der die Befürchtung geäußert hat, dass eine Lage (vermutlich die innere Wicklung) eine Windung zuwenig gehabt hat. Damit würde sich seiner Meinung nach auch das merkwürdige Verhalten bei mittlerer Last erklären (kurzgeschlossener Trafo).

    Nebenbei bemerkt fand er das Layout des StetpUp nicht schlecht und erkannte auch sofort dass ein deutlich vernehmbares Pfeifen zu hören sein wird.

    :jo:
    Somit bin ich nun ein weiterer glücklicher Besitzer eines voll funktionsfähigen "Opencharge".

    Mindestens zwei weitere werden folgen.

    Ich möchte hiermit meine Anerkennung an alle Beteiligten aussprechen, insbesondere an Thomas (Space).

    Ich werde versuchen mit einem kleinen Team mal so was wie eine Bedienungsanleitung zusammen zu tragen.

    Schöne Grüße

    Hans
  9. Space

    Space New Member

    ..super, freut mich :)

    und

    die Bedienungsanleitung würde mich noch mehr freuen :)

    Ich hänge gerade an meinem Balancerprojekt fest, geht aber bald wieder los mit Opencharge Fixes und Erweiterungen.
  10. Frogger

    Frogger New Member

    Oha baust jetzt doch einen Balancer?
    Ich hab mir mitlerweile noch nen älteren Hyperion LBA6-5s geholt.
    Da er nicht mein Steckersystem kann hab ich ein Robbe Verlängerungskabel durchgeschnitten und angelötet. Die Leitungen für +- führe ich auch raus.
    Naja eigentlich suchte ich nur nen Grund reinzuschauen um zu luschern was drinne ist. Der basiert euf einen ATmega8 (oder war es der 88er?) und einen relativ einfachen 4fach OPV. Oh ja nix mit hightech gemodel und so. Alles gaaaanz einfach und die ganzen driftereien werden in der Software dann abgeglichen. Wenn einer von uns so einen Balancer in irgendeinen Forum vorstellen würde dann würde ihn alle zerfetzen weil er ja nicht genau sein kann. :)
    Ich muss irgendwann mal meinen MAX232 ranhalten ... vielleicht will er ja sogar sprechen :)
  11. Space

    Space New Member

    Oha, wollte mal eben den Balancer bauen. Mal eben eben..:p

    Das Konzept basiert auf den "dezentralen" Tiny13, welcher per Opto getrennt mit dem Hauptprozessor kommuniziert. Den Schaltplan hatte ich schon mal hier oder bei RC-Line gepostet.
    Die Kommunikation der 5 Prozessoren funktioniert mittlerweile zuverlässig. Die Tücke liegt aber mal wieder im Detail.....
    Bei bis zu 2A Balancerstrom ist der Spannungsabfall an den dünnen Balancerkabeln und den nicht dafür ausgelegten Balancersteckern recht heftig und nicht zu vernachlässigen. Es müssen also alle Spannungsmessvorgänge im Balancerstromfreien Zustand erfolgen und somit auch zu synchronisieren um gegenseitige Einflussnahme auszuschliessen...

    Da frage ich mich wirklich wie die günstigen Massenprodukte solchen Effekten begegnen :dontknow:
  12. Frogger

    Frogger New Member

    Ja den schaltplan hast du mal hier gepostet ... ich glaub ich hatte dich drum gebeten. Ich glaube das Problem mit dem spannungsabfall wird bei der Stangenware dadurch umschifft das man ja nur 150 oder 200mA ausgleichsstrom hat. Deshalb halte ich Balancer auch bei Lipos mit hohen Ladeströmen für ziemlich sinnfrei. Bei den FePo akkus ist das geil weil man ja nach dem Laden einfach den ballancer anschliesst um alles auf gleiches Level zu ziehen.

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