Discussion in 'Sensoren & Abgleichen' started by Dominik, May 25, 2005.

  1. Dominik

    Dominik Administrator Staff Member

    Moin !

    Auch wenn hier im Moment etwas Ebbe ist, so möchte ich dennoch ab und an mal ein paar Themen in den Raum werfen die später beim MidiLogger relevant sind.
    Ein Thema ist der Stromsensor. Ein wie ich finde eher heikeles Thema. Denn einen guten Sensor zu finden ist garnicht so einfach. Derzeit sind 3 Methoden bekannt.

    1) Messung mittels Shunt
    Sicherlich die gebräuchlichste Methode um einen Strom zu messen. Hat aber immer den Nachteil, dass letztlich die Spannung verfälscht wird weil halt am Widerstand ein (wenn auch kleiner) Spannungsabfall entsteht.
    Das scheint gerade bei Ladegeräten zu Problemen zu führen (Thema Lipos und genaue Spannungslage z.B.).

    2) Messung mit Hallsensor und analogem Output
    Ist sicherlich eine einfache Variante. Beispiel für solche Sensoren sind z.B. die Chipse von http://www.allegromicro.com/ .

    [​IMG]

    Problem könnte sein, das die Ausgangsspannung (die linear zum gemessenen Strom verläuft), ein Rauschen aufweist. Das kann bei einem Bereich von -100 bis +100 A mitunter ein gewisses Mass an Ungenauigkeit verursachen.

    3) Messung mit Hallsensor und digitalem Ausgang
    Ein Vertreter wäre der TLE4990 von Infineon ( http://www.infineon.com/cgi/ecrm.dll/ecrm/scripts/prod_ov.jsp?oid=28815 & http://www.infineon.com/cmc_upload/documents/010/3853/TLE4990DataSheet_V2_2.pdf ).
    Das Teil ist sogar "programmierbar" und würde direkt digitale Daten liefern. Nachteil hier ist allerdings das für die Programmierung eine spezielle Software & Hardware erforderlich ist. Könnte ein Problem werden, muss aber nicht.

    Es wäre nicht schlecht, wenn hier andere noch ihre Meinung / Infos zum Thema Strommessung posten würden.
  2. Prof. Dr. YoMan

    Prof. Dr. YoMan New Member

    Erstmal hallo zusammen. Mein erster Post hier.

    Ich mal euch am Wochenende eine Schaltung für den Allegromicro Sensor (die gibts auch bis +/- 200A) welche wohl mit einem OP und etwas Aussenbeschaltung auskommt.

    Dazu braucht es dann einen D/A- und einen A/D-Kanal (8-bit sollten reichen) sowie etwas Software. Wenn das Funktionsprinzip klar ist sollte die kein Problem sein im Controller.

    Damit sollte dann Strommessung im 10Hz Bereich bei Auflösungen im unter 50mA Bereich drin sein (hoffe ich zumindest).
  3. Prof. Dr. YoMan

    Prof. Dr. YoMan New Member

    Leider lässt mir mein Job kaum Freiheit und die verbleibende möchte ich dann mit anderen Sachen verbringen als schon wieder ETEC Kram designen.

    Deswegen liegt das erstmal auf Eis.

    Vorweg kann ich eigentlich nur sagen das es wirklich sinnvoll nur mit reinen Hall Sensoren (Zangenampheremeter, Ferritring um Leiter mit Hall Sensor im Spalt) geht.
    Wieso? Der obige Sensor hat zwar nur 0,1mOhm Widerstand, aber das macht bei 100A schon 1W Verlustleistung.
    Ausserdem hat er eine deutliche Hysterese (wie viele anderen der gleichen Bauart), d.h. wenn man einmal 100A durch fließen lies, hat er danach einen Offset im 50mA Bereich.

    Alles in allem nicht so einfach wie gedacht.

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