Discussion in 'Opencharge' started by mausibris, Jul 17, 2007.

  1. mausibris

    mausibris New Member

    Hallo,

    erstmal Riesenrespekt, Space. Das ist eine große Leistung, die Du hier mit Anderen teilst.

    Ich habe vor ein paar Tagen nach einem neuen Lipo-Lader für mich gesucht. Dann dachte ich, gib mal opensource Ladegerät ein, und hier bin ich :) Jetzt habe ich ein paar Fragen zum Projekt, hoffe die sind nicht zu dumm.

    Kann man mit der Zeit mehrere Hardware-Variationen zum Nachbauen anbieten? Ich stelle mir das so vor, dass der Lader aus mehreren Platinen besteht, z.B. eine Regelplatine mit dem Mikrokontroller und mehrere alternative Leistungsplatinen für verschiedene Leistungen. Je nachdem, ob einer 16s Fepos oder 3s Lipos laden möchte, nimmt er eine größere oder eine kleinere Platine. Dann vielleicht noch eine Platine, um es mit Netzspannung zu nutzen. Das ganze macht natürlich nur Sinn, wenn die kleineren Platten auch einfacher zu bauen sind und so eine gute Alternative für Anfänger sind.

    Ich habe bisher noch nicht gefunden, was alle Bauteile zusammen so kosten (für Prototyp 2.4). Gibt es da schon eine Zahl?

    Ich habe gelesen, Space, dass Du an einem Balancer dran bist. Ist ein Prototyp schon absehbar?

    Mal eine generelle Frage: warum baut man nicht Lader mit einem Ausgang pro Zelle und geht stattdessen den Umweg über den Balancer? Ich glaube, das mit dem Balancer ist billiger, gibt es denn noch mehr Gründe?

    Alex
  2. Space

    Space New Member

    Hallo Alex,

    derzeit gibt es nur eine Hardwarevariante, welche auch keine Trennung zwischen Leistung und Steuerung vorsieht.
    Ich habe aber für mich selber bereits festgestellt, das Opencharge zu 95% aller meiner Ladefälle oversized ist. Eine kleine Variante im Pocketformat, mit ~100W Wandlerleistung bei 25V Ausgangsspannung (6s) und SMD Bauweise hätte schon was.

    Die Platine für den Betrieb mit Netzspannung wird es aber sicher nicht geben. Es gibt da genügende passende Fertignetzteile, welche man im Gehäuse sicherlaich auch fest unterbringen kann.

    An Bauteilkosten für die Aktuelle Variante kommt man so bei 120-130€ raus. Bei einer kleinen Variante könnet man an den Kostentreibern AD Wandler, Leistungsfets, PCB größe und Display sparen. Man müste aber im Gegenzug nennenswerte Änderungen an der Software vornehmen. Ich denke aber 70-80€ muss man auch hier investieren. Wobei sich dann der Lader aus rein finanziellen Aspekten nicht rechnet.


    Der Balancer Prototyp steht. Das Konzept entspricht meinem ersten angedachten. Für Jede Zelle ist ein Tiny13 vorgesehen, welcher sich per RS232 über Optos entkoppelt mit dem Hauptprozessor unterhält.
    Bin eigentlich sehr zufrieden mit dem Gerät:
    • Derzeit per Software bergrenzter Balancerstrom von 1A (2A ist möglich, wenn die Wärme abgeführt wird)
    • Es werden alle Zellenspannung bei 0A Balancerstrom synchronisiert erfasst, so daß die dünnen Balancerleitungen die Messungen nicht verfälschen.
    • Balancerspannung am Anfang per Tastendruck einstellbar (3,6, 3,65 4,1 4,11 4,2 4,21 4,22 Volt derzeit)
    • Angleichen erfolgt ab 90% der max Zellenspannung mit einem Fenster von +- 0.025V Spannungsunterschied zwischen den Zellen
    • Der Balancerstrom ist variabel wählbar (pwm vom Tiny)
    • Alle Einzelspannungen werden per RS232 rausgeloggt, derzeit noch im CSV Format
    Anbei ein Foto des Gerätes im stabielen 10MBit Hubgehäuse :D. Die % Angabe ist der Balancerstrom, welcher gerade aktuell für die Zelle angesagt ist.
    Ich habe allerdings nicht vor, das Projekt zu veröffentlichen. Da ich merke das ausser Arbeit für mich, nur wenige Unterstützung zurück kommt.

    Thomas

    Attached Files:

  3. mausibris

    mausibris New Member

    Hallo. Danke für die ausführliche Antwort.

    Ich wollte einfach mal die Idee hier im Forum verewigen. Du hast ja dein Ladegerät schon, aber der nächste, der das Teil nachbaut, kann sich ja entscheiden, eine Pocketversion auszuprobieren.

    Na, das kommt doch darauf an, wie schnell man ein zweites Gerät braucht, weil das erste gekaufte Gerät die neuen Akkus nicht mag...

    Wow, ein Balancer mit einem eigenen Display! Ich wette, da gucken die Kollegen zweimal hin. Ich finde den jedenfalls cool.

    Ja, mit der Unterstützung ist es so eine Sache... Ich habe [größtenteils bei opensource Software] beobachtet, dass vielleicht 1-3% der Nutzer aktiv helfen. Bei einer großen Community bekommt man auch etwas zurück, sonst kaum. Viele neue Nutzer bedeuten aber auch viel Arbeit. Einige Firmen bieten deswegen ihre Unterstützung zu opensorce Software für Geld an.

    Mich würde noch Deine (oder auch von den anderen) Meinung zu meiner letzen Frage interessieren
    Ich habe mir jetzt überlegt, dass man dann die Ausgangsspannungen galvanisch trennen müsste. Mir fällt da nur die Lösung mit Trafos ein. Weiß nicht, ob das nicht einfacher geht. Vielleicht mit pwm getakteten Speicherspulen?

    Alex
  4. Space

    Space New Member

    So sehe ich das auch, die galvanische Trennung und deren Regelung pro Zelle ist in meinen Augen recht aufwendig. Da ist es wirklich einfacher, das zuviel an Ladestrom in die Klimaerwärmung :mad: zu investieren.

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